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Volksinitiative Aufbruch Fahrrad NRW

ADFC Menden wirbt fürs Umdenken und den Aufbruch Fahrrad

 

Grüne Fortbewegung

Aufbruch Fahrrad eine Volksinitiative für ein Radgesetz in NRW startet in Menden. Der ADFC macht sich dafür stark.

Menden

20.08.2018

 

Das Fahrrad rückt angesichts von Diesel-Skandal, Dauerstaus und Feinstaub in den Blickpunkt. Der ADFC Menden wirbt für die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad , die das Ziel hat, den landesweiten Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2025 von 8 auf 25 Prozent zu steigern.

Immer mehr Menschen fahren Rad, hauptsächlich in ihrer Freizeit. Weil es Spaß macht und nicht viel kostet, gesund hält, leise und umweltschonend ist. Doch viele Städte im ganzen Land bauen lieber weiter am großen Autostau, statt Radverkehr und eine nachhaltige Mobilität zu fördern. Günther Reichle, Sprecher des ADFC Menden: Erst eine längst fällige Anerkennung des Fahrrads als gleichberechtigtes Verkehrsmittel auch im Alltag, für den Weg von und zum Arbeitsplatz oder für den Einkauf, wird einen spürbaren Beitrag zur Verkehrswende leisten.

Für dieses Ziel will ein breites Aktionsbündnis ein Fahrradgesetz für Nordrhein-Westfalen auf den Weg bringen. Am 16. Juni ist auf dem Kölner Fahrrad-Kongress RADKOMM der Startschuss für die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad gefallen.

Nach Diesel-Skandal, Feinstaub-Alarm und Stau-Rekorden kann es in Nordrhein-Westfalen so nicht weitergehen. Die Städte platzen aus allen Nähten, der Verkehr wird immer mehr, Stress und Parkplatzmangel gehören zur Tagesordnung. Trotzdem steigen immer noch viele Menschen ins Auto, weil sie den Eindruck haben, nicht sicher und komfortabel Radfahren zu können. Wie die Statistik zeigt, fallen etwa 50 Prozent aller Autofahrten auf den kurzen Strecken an, also auf Fahrten bis fünf Kilometer. Genau diese Fahrten lassen sich problemlos mit dem Fahrrad zurücklegen. Reichle: Für den Komfort kann ein E-Bike sorgen. Die Niederländer machen seit Jahren vor, wie es geht. Wenn sich die Menschen auf dem Fahrrad sicher fühlen und die Infrastruktur in Form von guten und komfortablen Radwegen vorhanden ist, könne das Fahrrad ein Teil der Lösung sein.

Seit dem Start hat sich ein breites Aktionsbündnis gebildet, dem inzwischen mehr als 100 Organisationen, Vereine und Initiativen aus den Bereichen Umwelt und Verkehr angehören. Mit einer starken Allianz, die täglich wächst, soll der Aufbruch in ein modernes und bewegliches Nordrhein-Westfalen auf den Weg gebracht werden. Ziel ist, dass der landesweite Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2025 von 8 auf 25 Prozent ansteigt.

Die Volksinitiative hat dazu folgende neun Maßnahmen formuliert:

1. Mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen

2. NRW wirbt für mehr Radverkehr

3. 1000 Kilometer Radschnellwege für den Pendelverkehr

4. 300 Kilometer überregionale Radwege pro Jahr

5. Fahrradstraßen und Radinfrastruktur in den Kommunen

6. Mehr Fahrrad-Expertise in Ministerien und Behörden

7. Kostenlose Mitnahme im Nahverkehr

8. Fahrradparken und E-Bike Stationen

9. Förderung von Lastenrädern

Die Volksinitiative ist ein Instrument der direkten Demokratie. Um eine Volksinitiative erfolgreich durchzuführen, müssen die Initiatoren innerhalb eines Jahres eine festgelegte Zahl an Unterschriften (66.000 in NRW) von wahlberechtigten Unterstützerinnen und Unterstützern vorlegen. Wenn das gelingt, wird der Landtag sich mit den Forderungen befassen.

Martin Isbruch, Vorsitzender des ADFC Märkischer Kreis, wird auf dem nächsten Radlertreff des ADFC Menden am Donnerstag, 23. August, ab 19 Uhr bei Oberkampf die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad vorstellen. Mitglieder und Gäste sind zu diesem Einführungsreferat eingeladen. Im zweiten Teil des Abends sollen geeignete Schritte diskutiert werden, die Initiative auch in Menden zu unterstützen. 

 

Westfalenpost 12.09.2018